Magnet – Heilige Charbel

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8,0 x 5,5 cm

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Beschreibung

 

Magnet – Heiliger Charbel der Mönch aus dem Libanon
Heiliger Charbel Makhlouf, auch bekannt unter dem Namen Youssef Antoun Makhlouf, ist eine der prägendsten und verehrtesten Figuren der maronitischen Kirche. Geboren am 8. Mai 1828 in Bekaa Kafra, Nordlibanon, lebte er ein Leben voller Hingabe, Demut und tiefem Glauben. Sein Gedenktag wird am 24. Juli gefeiert, und der Name Charbel bedeutet auf Aramäisch „Geschichte“ oder „frohe Botschaft Gottes“. Diese Bedeutung ist besonders passend, wenn man die spirituelle Reise und den Einfluss betrachtet, den Charbel auf viele Menschen hatte.
Charbels Kindheit war geprägt von einer frommen Atmosphäre in seiner Bauernfamilie. Schon früh zeigte sich seine Neigung zum Gebet und zur Einsamkeit. In der idyllischen Umgebung des höchstgelegenen Dorfes im Libanon verbrachte er viel Zeit in einer kleinen Höhle, wo er die Ziegen seines Vaters hütete und betete. Seine Onkel, die als Einsiedler lebten, wurden zu Vorbildern für ihn und prägten seinen Wunsch, ein Leben in der Abgeschiedenheit und im Dienst Gottes zu führen.
Im Alter von 23 Jahren erlebte Charbel einen entscheidenden Wendepunkt in seinem Leben. Über Nacht verließ er seine Familie und wanderte zum Kloster Unserer Lieben Frau von Maïfouk. Seine Entscheidung, seine Familie hinter sich zu lassen, zeigt seine tiefe Entschlossenheit und den unerschütterlichen Glauben an seine Berufung. In einem letzten Gespräch mit seiner Mutter, das durch eine geschlossene Tür stattfand, sagte er: „Mutter, wir sehen uns im Himmel wieder.“ Diese Worte zeugen von seiner inneren Gewissheit der göttlichen Berufung.
Im Jahr 1852 trat Charbel in das Maronkloster von Annaya ein und gehörte der Ordensgemeinschaft der Baladiten an, die sich der Lebensweise der Landmönche verschrieben hatte. Sein Ordensname, Charbel, erinnert an Sarbelius, einen der ersten Märtyrer der Kirche von Antiochien. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1859 kehrte er in das Kloster zurück und widmete sich 16 Jahre lang einem zurückgezogenen Leben voller Gebet und Anbetung.
Die Jahre in der Einsamkeit waren von einem strengen Tagesablauf geprägt. Charbel verbrachte seine Zeit in Anbetung des Allerheiligsten, tätigte kleine Handarbeiten und war im unablässigen Gebet vertieft. Die Eucharistiefeier war für ihn nicht nur ein Ritual, sondern ein tiefinnerlicher Moment der Begegnung mit Gott. Er empfing Gläubige mit kurzen, prägnanten Antworten, die an die Lehren der frühen Mönche erinnerten.
Im Jahr 1875 bezog Charbel eine abgelegene Einsiedelei, die er nur selten verließ. Sein Leben in der Abgeschiedenheit war nicht nur eine Flucht vor der Welt, sondern eine bewusste Entscheidung, intensiver für andere zu beten und Gott näherzukommen. Inmitten dieser Einsamkeit erlebte er eine tiefe innere Freude.
Am 16. Dezember 1898 erlitt Charbel einen Schlaganfall während des liturgischen Gebets. Seine letzten Worte, „O Vater der Wahrheit“, wurden bis zu seinem Tod am Heiligabend wiederholt. Sein Tod fiel in die stimmungsvolle Weihnachtszeit, was seine spirituelle Mission und das Licht, das er in der Welt verbreitete, symbolisch verstärkte.
Charbels Tod führte zu einer Vielzahl von Wundern und Heilungen, die um sein Grab geschehen sind. Ungewöhnliche Lichtphänomene zogen gläubige Menschen an, sodass sein Grab bald geöffnet wurde. Bei vier Exhumierungen, die Ärzte durchführten, wurden erstaunliche Phänomene dokumentiert, darunter das Fehlen der Totenstarre und das Auftreten von blutigem Schweiß aus einem Zinksarg. Diese außergewöhnlichen Ereignisse führten zahlreiche Menschen zu himmlischer Hoffnung und Glauben.
Die Seligsprechung Charbels im Jahr 1965 durch Papst Paul VI. und seine Heiligsprechung 1977 markierten wichtige Meilensteine in seiner Verehrung. Heute ist das Kloster Annaya ein bedeutender Wallfahrtsort, der nicht nur von Christen, sondern auch von Muslimen besucht wird. Charbel ist ein Symbol des interreligiösen Dialogs und des Glaubens über kulturelle Grenzen hinweg.
Charbel Makhlouf ist nicht nur eine historische Figur, sondern eine leuchtende Inspiration für jeden Gläubigen. Sein Leben der Hingabe, der Rückzug in die Einsamkeit und die tiefe Verbindung zu Gott machen ihn zu einem Vorbild für alle, die auf der Suche nach Spiritualität und einem erfüllten Leben sind. Der 24. Juli erinnert uns an sein Vermächtnis und die kraftvolle Botschaft, die er über sein Leben hinaus verbreitete: die Einladung, in der Stille und im Gebet einen Platz für Gott zu schaffen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,012 kg
Größe 8,0 × 5,0 × 0,5 cm

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