Heilige Jeanne d’Arc

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Größe: 25 cm

Material: Polychrome

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Beschreibung

 

Hl. Jeanne d’Arc – Johanna von Orléans
Johanna von Orléans, auch bekannt als Jeanne d’Arc oder Jeanne la Pucelle, ist eine der faszinierendsten und tragischsten Figuren in der Geschichte Frankreichs. Geboren am 6. Januar 1412 in Domrémy, erlangte sie Ruhm als Retterin Frankreichs im Hundertjährigen Krieg und wird heute als Märtyrerin verehrt. Ihr Gedenktag fällt auf den 30. Mai, sowohl im katholischen als auch im anglikanischen Kalender.
Johanna war die Tochter des wohlhabenden Bauern und Bürgermeisters Jacques Tarc sowie von Isabelle Romée. Im Alter von 13 Jahren hörte sie in einer Maria geweihten Kapelle im nahen Bois Chenu Stimmen, die sie aufforderten, ein gutes Leben zu führen und Gott zu gehorchen. Diese mystischen Erfahrungen prägten ihr weiteres Leben und führten sie auf einen außergewöhnlichen Weg.
Im Kontext des Hundertjährigen Krieges, in dem England versuchte, die Oberherrschaft über Frankreich zu erringen, stand Johanna vor einer gewaltigen Herausforderung. König Karl VI. hatte seinen Sohn Karl VII. enterbt, und englische Truppen hatten weite Gebiete besetzt, darunter die Stadt Orléans, die kurz davor war, überrannt zu werden. Im Februar 1429 folgte Johanna den inneren Stimmen und entschloss sich, ihrem Land zu helfen.
Mit Hilfe eines Verwandten gelangte Johanna zur Burg von Robert de Baudricourt in Vaucouleurs, wo sie eine kleine Begleitmannschaft erhielt. In Männerkleidung brach sie am 13. Februar 1429 durch Feindesland und erreichte am 6. März den Dauphin Karl VII. in Chinon. Sie überzeugte ihn von ihrer Mission, Frankreich zu retten und ihm zur Krönung in Reims zu verhelfen, indem sie ein geheimes Zeichen offenbarte. Nach drei Wochen der Prüfung gab er ihr schließlich den Befehl, nach Orléans zu ziehen.
Johanna führte die Truppen mit Entschlossenheit, oft entgegen der Meinungen erfahrener Militärs. Am 29. April 1429 gelang es ihr, in Orléans einzuziehen, was den moralischen Rückhalt für die eingeschlossene Bevölkerung stärkte. Nur wenige Tage später, am 8. Mai, wurde die Belagerung durch einen kühnen Ausfall der Franzosen unter Johannas Anführung gebrochen. Dieser Erfolg war entscheidend, und die Franzosen konnten die Engländer zurückdrängen.
Ermutigt von den Erfolgen zog Karl VII. mit Johanna an seiner Seite nach Reims, wo er am 17. Juli 1429 gekrönt wurde. Johanna stand mit ihrer Siegermotte neben dem Altar und erlebte die Erfüllung ihrer Vision. Doch trotz ihres Erfolges entfernte sich der neue König bald von Johanna und schloss Frieden mit England. Dies stellte einen Wendepunkt in ihrem Schicksal dar.
Im Jahr 1430 setzte Johanna ihren Kampf fort, um Paris von den Engländern zu befreien. Bei einem Überfall auf Compiègne am 23. Mai 1430 wurde sie gefangen genommen und an die Engländer verkauft. Der anschließende Prozess, der im Januar 1431 in Rouen begann, stellte sie vor schwerwiegende Anschuldigungen wie Hexerei und Blasphemie.
Der Prozess war von politischem Einfluss geprägt und fand ohne angemessene Verteidigung statt. Trotz wiederholter Versuche, sie zu einem Geständnis zu bewegen, blieb Johanna standhaft. Nach ihrer verheerenden Hinrichtung am 30. Mai 1431 als rückfällige Ketzerin auf dem Scheiterhaufen wurde ihre Asche in die Seine gestreut. Ihr letzter Akt des Widerstands war ein Zeichen ungebrochener Loyalität zu ihrem Glauben und ihrer Mission.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,468 kg
Größe 27 × 8,5 × 7 cm